Wälder, Heideflächen und Wiesen

Kulturwälder in der Dünenlandschaft - Kulturwälder - Heideflächen - Laubwälder und Wiesen

Kulturwälder in der Dünenlandschaft

Bergkiefer im Kulturwald

Die Landschaft zwischen Blåvand und Oksbøl wurde in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Schutz gegen die Sandflucht, die früher ein großes Problem in der Region war, aufgeforstet. Nur sehr robuste Baumarten konnten sich hier behaupten, darum ist die Bergkiefer in diesen Wäldern sehr verbreitet. Aber auch die Waldkiefer, die österreichische Schwarzkiefer und Laubbäume wie zum Beispiel Eichen wachsen in dem sandigen Boden.

Die Region um Oksbøl hat einen der dichtesten Rotwildbestände in Dänemark. Es wird geschätzt, dass hier ca. 1.200 Alttiere leben.

Kulturwälder

Rottannen im Kulturwald in der Nähe von Baldersbæk an der Holme Å

An der Holme Å zieht sich der Pfad an vielen großen Kulturwäldern vorbei. Die meisten von ihnen wurde Ende des 19. Jahrhunderts angepflanzt. Die Mittel wurden zum großen Teil von wohlhabenden Finanziers aus Kopenhagen aufgebracht – darum werden die Wälder auch „Die Kopenhagener Kulturwälder“ genannt.

Rottannen erwiesen sich als äußerst robust auf dem mageren Heideboden, darum sind sie noch heute zahlreich vertreten. Die Rottanne ist jedoch nicht sehr sturmbeständig! Der große Orkan, der 1999 über Dänemark tobte, zerstörte im Wald von Baldersbæk ca. ein Drittel des Baumbestandes. Darum werden heute sowohl Nadel- als auch Laubbäume, weil ein Mischwald windbeständiger ist.

In den eng bewachsenen Kulturwäldern sind nicht so viele Tiere und Pflanzen zu entdecken. Rotwild und Rehe verstecken sich tagsüber im Dickicht, sind aber mit ein wenig Glück in den Morgen- und Abendstunden in den Lichtungen und im Flusstal zu sehen. Im Herbst wachsen in den Wäldern oft zahlreiche Pilze.

Heideflächen

Heide beim Wald von Ravnhøj an der Holme Å.

Es gibt viele Heideflächen an der Holme Å. Früher mergelte die Landwirtschaft die Erde aus – Heideflächen entstanden, die nach und nach fast die ganze Region bedeckten. Mit verbesserten landwirtschaftlichen Methoden wurde es jedoch möglich, die Heide erneut zu kultivieren. Darum gibt es heute nur noch kleine Heideflächen, die vor einer Urbarmachung geschützt sind. Um diese zu erhalten, müssen sie jedoch regelmäßig entweder abgebrannt oder beweidet werden.

Wenn das Heidekraut von August bis September blüht, ist es in der Heide am schönsten. Am Ende des Sommers und im Herbst gibt es dort viele Krähenbeeren, Preiselbeeren, Blaubeeren und Moorbeeren.

Laubwälder und Wiesen

Laubwald im Oktober. Flusstal der Vejle Å bei Tingkærvad

In der hügeligen Landschaft an den Flüssen Vejle Å und Egtved Å sind viele Hänge mit einem abwechslungsreichen Laubbaumbestand bewachsen. Am stärksten sind Buchen vertreten, es wachsen aber auch viele Eichen dort. In den feuchten Gebieten der Flusstäler wachsen vornehmlich Eschen und Schwarzerlen.

Der Wechsel der Jahreszeiten spiegelt sich deutlich im Laubwald wider: Der Teppich aus Anemonen im Frühjahr, der sommerlich grüne Wald, die herbstlich gefärbten Blätter und die kahlen Bäume im Winter kennzeichnen die Vielfalt im Wald, der immer zu einem Spaziergang einlädt.

Im Flusstal gibt es einen grossen Rehbestand. Auch das Vogelleben im Flusstal mit dem Gesang der Nachtigal im Mai und Juni ist sehr vielfältig. Vereinzelt können Rotmilane in ihren Nestern in den hohen Bäumen oder Eisvögel an der Egtved Å und Vejle Å beobachtet werden.

Die steilen Hänge zwischen den Wäldern werden als beweidete Wiesen genutzt und sind durch eine vielfältige Flora gekennzeichnet. Die Hänge werden seit Jahrhunderten beweidet und sind nur schwer zugänglich, darum gibt es dort viele seltene Pflanzen, unter anderem Knabenkraut und Waldhyazinthen. Auch seltene Schirmpilze, die besonders gern auf den Wiesen wachsen, kann man hier finden.
Über lange Strecken schlängelt sich der Küste zu Küste-Pfad zwischen den Hügeln im Flusstal von Vejle. Ein Spaziergang auf den Hügeln lohnt sich, denn die Aussicht von dort ist phantastisch.

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