Karte 11. Ravning - Skibet

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Vejle Ådal set fra luften mod vest ved Ravning

Von Ravning führt der Pfad nördlich des Flusses nach Vingsted. Von dort aus geht es an Wäldern und Feuchtwiesen südlich des Flusses weiter, bevor der Fluss erneut überquert wird. Nach einer Weile gelangt man zur Fabrik von Haraldskær und weiter zur Ortschaft Haraldskær. Bei Skibet stößt der Pfad auf die Hauptstraße, der er Richtung Osten folgt.

Sehenswürdigkeiten

1. Troldborg Ring

Nördlich der Brücke von Ravning liegt die Zufluchtsburg Troldborg Ring strategisch durchdacht am Rande des Flusstals bei Ravning. Die Ringburg liegt 70 Meter über dem Flusstal auf einem Hügelvorsprung mit einem sehr starken Gefälle. Keine andere dänische Burg aus der Vorzeit hat eine ähnliche dramatische Lage. Die Burg ist von einem Wall umgeben und zum Land hin wurde außerdem ein Wallgraben ausgehoben. Troldborg Ring ist die am besten erhaltene Anlage aus der Eisenzeit. Sie wurde 100 – 200 n. Chr. angelegt und hat bis ca. 400 n. Chr. ihrer Bestimmung gedient.

2. Brücke und Bahnhof von Ravning

Aussicht von der Brücke von Ravning auf das Flusstal

Kopie des Beginns der Brücke von Ravning

Von Norden und Süden schneiden sich Hohlwege in die steilen Hänge hinunter zu den Feuchtwiesen von Ravning. Wo die Hohlwege enden, beginnt eine 760 Meter lange Brückenanlage, die Harald Blauzahn 979/80 n. Chr. quer über das Flusstal von Vejle anlegte. Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts lag die Brücke unbeachtet auf dem feuchten Wiesenboden. Aber in Verbindung mit Dränagearbeiten in den Feuchtwiesen tauchten die Pfähle der mächtigen Brücke aus dem Boden wieder auf. Die Brücke ist heute von einem Erdwall bedeckt und vor Ort wurde eine Kopie der Brückenenden angefertigt. Eine Ausstellung im Bahnhof von Ravning erzählt von den Ausgrabungen und der Geschichte der Brücke.

3. Die Hügel und Fjelds von Vork

Aussicht auf das Flusstal von Vejle bei Vork Foto: Ole Malling

Zwischen den Dörfern Vork und Ødsted ist die Landschaft sehr dramatisch. Auf einem Absatz mitten zwischen dem Tal und dem Plateau liegt ein Mosaik von kleinen Wäldern, steilen Wiesen, Seen und Moorgebieten. Geschützt durch Hügel und Bäume sind die Verhältnisse an den sonnigen Hängen fast subtropisch. In den Hügeln von Vork lebte vor hundert Jahren verteilt zwischen den Hügeln eine Gemeinde von 50 Höfen und Häusern. Viele Familien waren arm, und erst Mitte der 70er Jahre wurde auch im letzten Haus Strom verlegt. Nur ein einziger landwirtschaftlicher Betrieb hat überlebt. Statt Bauernhöfen sind hier heute Seminarstätten, Pfadfinderhütten und Landhäuser. Kleine Kieswege sind noch heute die einzige Zufahrtsmöglichkeit, wenn man die Besonderheit der Region erleben möchte.

4. Vingsted

Vingstedcenter im Flusstal von Vejle

Der Schützen-, Gymnastik- und Sportverband von Vingsted, der im Jahr 1900 gegründet wurde, kann auf viele sportliche Leistungen, Schweiß und Muskelkater zurückblicken. Die zentrale Lage und die guten Bahnverbindungen damals haben sicher dazu beigetragen, dass die Wahl auf Vingsted fiel. 1939 kaufte der Kreisverband ca. 10 Morgen Feuchtwiese, auf dem Sportbereiche, Ballspielplätze und ein Freibad errichtet wurden. Seitdem stieg die Anzahl der Aktivitäten und Einrichtungen ständig. Restaurant, Sporthallen, Schießstände und Seminartrakt mit Zimmern und Unterrichtsräumen schossen wie Pilze aus dem Boden. So entstand nach und nach das Vingstedcenter. Die vielen Aktivitäten, die Schießstände, das neue Hauptbüro des Zusammenschlusses der dänischen Gymnastik- und Sportverbände und eine neue Straßenanlage bedeuten, dass Vingsted auch mit Beginn des 3. Jahrtausends die wichtigste Passage über das Flusstal von Vejle ist.

5. Historische Werkstatt von Vingsted

Eisenzeitdorf

Die Eisenzeit hautnah erleben, das kann man in der historischen Werkstatt von Vingsted. Mitten in der herrlichen Landschaft zwischen dem See von Vingsted und der Vejle Å liegt eine Sammlung rekonstruierter Höfe und Häuser, die ein Dorf aus der späten Eisenzeit lebendig werden lassen. Das Eisenzeitdorf ist in erster Linie ein Unterrichtsangebot für Grundschulen, Oberstufenzentren, technische Fachhochschulen und Berufsschulen und andere Unterrichtsinstitutionen. Jedes Jahr besuchen ca. 5.500 Schüler den Ort. Das Dorf ist ganzjährig für Besucher geöffnet.

6. Moor der Königin

Königin Gunhild

1835 fand man eine Moorleiche bei Haraldskær. Die Leiche wurde in ein Krankenhaus gebracht und untersucht. Die Frau konnte natürlich nicht wieder zum Leben erweckt werden, aber das Gerücht, dass sie die bisher spurlos verschwundene Wikingerkönigin Gunhild sei, war eine Sensation. Die Untersuchungen des Nationalmuseums ergaben jedoch, dass die gefundene Leiche eine ganz gewöhnliche Frau aus dem Jahr 490 vor Chr. gewesen war. Vielleicht hatte sie die Regeln und Gesetze der damaligen Zeit missachtet. Wie dem auch sei: Sie wurde hingerichtet und am Boden des Moors mit Holzhaken festgehalten. „Königin Gunhild“ liegt in der Sct. Nicolai Kirche in Vejle und ist für das Publikum ausgestellt.

7. Fabrik von Haraldskær

Eine kurze, renaturierte Strecke der Vejle Å bei Haraldskær

Die Fabrik von Haraldskær aus dem Jahre 1741 hat die Wasserkraft zur Herstellung von Kupferwaren, Sensen und Nägeln genutzt. Später legte man die Produktion auf Holzmasse und Papier um. Nach einem Feuer 1922 stoppte die Papierproduktion und die Fabrik wurde eine Überlandzentrale des Elektrizitätswerkes von Bredsten. Die Gebäude sind dort, wo die Landstraße den Fluss kreuzt, noch zu erkennen.

Südlich der Fabrik von Haraldskær hat man im Rahmen eines großen Renaturierungsprojekts erneut freien Durchgang für die Forellen der Vejle Å geschaffen.

8. Haraldskær Hovedgård

Gutshof und Wirtschaftshof von Haraldskær

Der Gutshof liegt auf einer Burgruine dicht an der Vejle Å und kam 1434 in Privatbesitz. So war von 1751 bis 1754 der Großkaufmann Gerhard De Lichtenberg Besitzer des Gutshofs. Heute sind Wohnungsbaugesellschaften Eigentümer von Haraldskær Hovedgård und betreiben den Ort als Seminarstätte.

Ladegården (der frühere Wirtschaftshof) liegt 300 Meter vom Hauptgebäude entfernt auf der anderen Straßenseite und ist im Besitz der Gemeinde Vejle. Zum Hof gehören 100 Hektar Wald und 100 Hektar Acker, Feuchtwiese und Moor. Im Nordflügel ist die frühere Wohnung – Kærhuset – als „Waldhütte“ eingerichtet. Institutionen, Schulen und Naturvereine können das Haus als Ausgangspunkt für Naturwanderungen nutzen.

Bei Haraldskær ist die Vejle Å auf einer kurzen Strecke renaturiert.

9. Kirche von Skibet

Gegenüber von Haraldskær Hovedgård liegt die Kirche von Skibet. Die Kirche ist aus Sinter, Kirchenschiff und –chor sind romanisch. Im Chor hinter dem Altar befinden sich viele schöne Fresken ca. aus dem Jahr 1200, unter anderem eine Reiterfreske und ein Bildnis von Lazarus, der von den Toten aufersteht.

Links zu Tourenfaltblättern

Vingsted-Vork Bakker - Ravning. Faltblatt.

Kyst til Kyst Stien. Faltblatt über die Küste zu Küste-Phad