Karte 10. Tågelund - Tørskind

Der Küste zu Küste-Phad
Sehenswürdigkeit Campingplatz
Andere Phad
Lagerplatz P-Platz

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An der Mühle von Nybjerg führt der Pfad zur Egtved Å und weiter nach Norden zum Handelshaus von Bindeballe. Von hier aus führt der Pfad nach Osten über die Vejle Å, die an dieser Stelle Tingkærvad Å genannt wird. Nun folgt die Route dem Flusstal von Vejle an der Nordseite des Flusses, wo man durch Wälder und über Hügel wandert, bis man zur Brücke von Ravning gelangt. An diesem Abschnitt des Küste zu Küste-Pfades kann man auf gekennzeichneten Pfaden verschiedene Abstecher in eines der schönsten Flusstäler Dänemarks machen.

Sehenswürdigkeiten

1. Kulturwald Tågelund Plantage

Gekennzeichnete, 3 Kilometer lange und einfach zu bewältigende Wanderroute, Wald und mit Heidekraut bewachsene Hügel.

2. Naturschutzgebiet bei der Mühle von Nybjerg

Große Teile des Flusstals bei der Mühle von Nybjerg stehen unter Naturschutz. Viele gekennzeichnete Wanderpfade beginnen an der Mühle. Zielgerichtete Naturschutzprogramme wie Beweidung und das Abholzen von Bäumen sichern die Erhaltung der offenen und von Feuchtwiesen durchzogenen Landschaft.

3. Das Egtvedmädchen

Ausstellungshaus bei Egtved Storhøj

Als Landwirt Peter Platz an einem Februartag 1921 die Reste eines Hünengrabs bei Egtved Holt entfernte, stieß er auf einen behauenen Eichenstamm. Der Stamm – ein Sarg – enthielt die Reste eines außerordentlich gut erhaltenen jungen Mädchenkörpers aus der Bronzezeit. Sie trug eine Bluse aus brauner Wolle und einen Rock aus braunen geflochtenen Wollschnüren. An jedem Handgelenk trug sie einen Bronzereif und unter der Bluse lag eine große Gürtelspange aus Bronze. Das Egtvedmädchen war 160 cm groß und starb im Alter von 16-18 Jahren, wahrscheinlich im Jahre 1370 vor Chr. Dies kann man aus dem Zeitpunkt ersehen, an dem der Stamm, aus dem der Sarg gehauen ist, gefällt wurde. Am Fundort liegen der rekonstruierte Hügel Egtved Storhøj und ein kleines Ausstellungshaus, in dem unter anderem eine Kopie des Eichensargs des Egtvedmädchens zu sehen ist.

Öffnungszeiten der Ausstellung

4. Turbinensee

Gekennzeichnete, 3,5 Kilometer lange Wanderroute. Gestrüpp, Wald, See, Moor und von Pferden beweidete Feuchtwiesen prägen die Route im Flusstal von Egtved. Am Turbinensee wurde einige Jahre lang Strom produziert. Im Sommer 1994 wurde die Aufstauung entfernt und die freie Passage für Fische wiederhergestellt.

5. Handelshaus und Bahnhof von Bindeballe

Handelshaus von Bindeballe

Das Handelshaus von Bindeballe wurde 1897 als Gemischtwarenhandlung gegründet. Im gleichen Jahr wurde die Eisenbahn zwischen Vejle und Vandel eingeweiht. Das Handelshaus ist noch heute als Gemischtwarenhandlung mit persönlicher Bedienung in Betrieb und in den Originalgebäuden untergebracht. Hinter dem alten Holztresen aus dem Jahre 1897 stehen Spezialitäten wie Bindeballe Bjesker, Magenbitter, Brandtwein, verschiedene Lebensmittel und vieles mehr. Im Handelshaus ist ebenfalls Dänemarks größtes Kaufmannsmuseum untergebracht, in dem mehr als 3.500 Gegenstände – alte Waren, Schilder, Inventar usw. – ausgestellt sind. Die ältesten Gegenstände sind über 100 Jahre alt.

Die Vandelbahn wurde 1957 stillgelegt und der Bahnhof von Bindeballe ist heute ein kleines Museum für die Vandelbahn. Fahrkartenverkauf und Wartesaal wurden mit vielen Originalartefakten rekonstruiert. Handelshaus und Bahnhof sind Zeugnisse der Zeit, die als Blütezeit der Privatbahn gilt. Man baute und baute, um überlebensfähige Städte zu schaffen. An einigen Orten gelang es. An anderen Orten, wie in Bindeballe, ist wieder Ruhe eingekehrt und man spürt nur noch den Flügelschlag der Geschichte.

Das Bahngelände ist heute ein primitiver Lagerplatz, auf dem man zwischen den Zügen sein Zelt aufschlagen kann. Aufenthaltsraum und Küche des Bahnhofs stehen Zeltern und anderen Besuchern zur freien Verfügung und in der alten Retirade – dem Abort – sind Bad und WC untergebracht. Zelter wenden sich vor dem Zeltaufschlagen bitte an das Handelshaus von Bindeballe. Es dürfen nur Personenzelte aufgeschlagen werden und Übernachtungen sollten sich auf 1-2 Tage beschränken.

Der Pfad von Bindeballe ist auf den alten Eisenbahngleisen zwischen Bindeballe und Vejle angelegt worden. Auf der restlichen Strecke bis nach Vejle folgt der Küste zu Küste-Pfad der ehemaligen Trasse.

6.Berg von Fortvad

Gekennzeichnete, 3,5 Kilometer lange Wanderroute. Die Route verläuft quer zur Vejle Å mit einer herrlichen Aussicht auf das Flusstal mit seinen Feuchtwiesen und weidenden Tieren.

7. Runkenbjerg und Sønderkær

Aussicht von Runkenbjerg

Aussicht auf Runkenbjerg

Oben auf Runkenbjerg hat man einen beeindruckenden Ausblick auf das Flusstal von Vejle. Man kann einen Abstecher vom Pfad von Bindeballe machen und auf dem gekennzeichneten Pfad auf Runkenbjerg – einem langen schmalen Hügelkamm mitten im Flusstal von Vejle – entlang wandern. Geologisch gesehen ist Runkenbjerg gar kein richtiger Hügel: Es ist eigentlich übriggebliebene Erde von den erodierenden Eismassen, die das breite Flusstal von Vejle geschaffen haben.

Über die Feuchtwiesen bei Sønderkær haben schon unsere Vorfahren Trampelpfade angelegt. Die Weiden waren voller Leben – und die Schläge des Feuersteinschmieds hallten in der Landschaft. In der Steinzeit war Sønderkær eine Zeit lang eines der am dichtesten bevölkerten Gebiete in Dänemark. Jäger und Fischer holten hier den größten Teil ihrer Beute in dieser reichhaltigen Speisekammer der Natur.

8. Landschaftsskulpturen in Torskind

Tørskindmanden“ - eine Skulptur von Robert Jacobsen

„Tørskindmanden“ im Winterkleid. Foto: Peer Hoegsberg

Wo der Pfad von Bindeballe den Tørskindvej kreuzt, empfiehlt sich ein Abstecher zur Kiesgrube von Tørskind ca. 2 Kilometer südlich des Pfads.

Am Rande des in der Eiszeit geschaffenen Flusstals bei Tørskind wurden einige Jahre lang Sand und Kies gewonnen. Mit Entstehen eines erhöhten Bewusstseins um die Vergänglichkeit der Natur, stellte man den Betrieb ein. Heute vermittelt die Kiesgrube durch ihre Skulpturen einen Eindruck von den gewaltigen Kräften, die bei der Erschaffung des Flusstals im Spiel waren. Der Bildhauer Robert Jacobsen und sein französischer Schüler Jean Clareboudt, haben im Zusammenspiel mit dem Raum der Kiesgrube enorme Landschaftsskulpturen geschaffen. Landschaft und neuzeitliche Kunst schmelzen hier in der Kiesgrube von Tørskind zu einer Einheit zusammen.

9. Troldborg Ring

Nördlich der Brücke von Ravning liegt die Zufluchtsburg Troldborg Ring strategisch durchdacht am Rande des Flusstals bei Ravning. Die Ringburg liegt 70 Meter über dem Tal auf einem Hügelvorsprung mit einem sehr starken Gefälle. Keine andere dänische Burg aus der Vorzeit hat eine ähnliche dramatische Lage. Die Burg ist von einem Wall umgeben und zum Land hin wurde außerdem ein Wallgraben ausgehoben. Troldborg Ring ist die am besten erhaltene Anlage aus der Eisenzeit. Sie wurde 100 – 200 n. Chr. angelegt und hat bis ca. 400 n. Chr. ihrer Bestimmung gedient.

10. Brücke und Bahnhof von Ravning

Aussicht von der Brücke von Ravning auf das Flusstal

Kopie des Beginns der Brücke von Ravning

Von Norden und Süden schneiden sich Hohlwege in die steilen Hänge hinunter zu den Feuchtwiesen von Ravning. Wo die Hohlwege enden, beginnt eine 760 Meter lange Brückenanlage, die Harald Blauzahn 979/80 n Chr. quer über das Flusstal von Vejle anlegte. Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts lag die Brücke unbeachtet auf dem feuchten Wiesenboden. Aber in Verbindung mit Dränagearbeiten in den Feuchtwiesen tauchten die Pfähle der mächtigen Brücke aus dem Boden wieder auf. Die Brücke ist heute von einem Erdwall bedeckt und vor Ort wurde eine Kopie der Brückenenden angefertigt. Eine Ausstellung im Bahnhof von Ravning erzählt von den Ausgrabungen und der Geschichte der Brücke.

Links zu Tourenfaltblättern

Tørskind - Vejle og Egtved Ådale. Faltblatt über die Flusstäler von Vejle und Egtved.

Vingsted-Vork Bakker - Ravning. Faltblatt.

Kyst til Kyst Stien. Faltblatt über die Küste zu Küste-Phad